Die weite Welt der Barcodes

Strichcodes für den Handel

BarcodeWer kennt sie nicht, die kleinen schwarz-weißen Etiketten, die an der Kasse ausgelesen werden und so den Preis eines Produktes verraten. Der EAN-Code ist wohl die berühmteste Art des Strichcodes. Die ersten Versuche mit Strichcodes gab es bereits Ende der 1940er Jahre. Erfolgreich eingeführt wurden sie aber erst 1973 in den USA. Der erste Code war der UPC (Abkürzung für Universal Product Code), der gerne auch als “Mutter” des EAN-Codes bezeichnet wird. Im Jahre 1976 wurde dann die EAN (European Article Number) eingeführt.

Wie funktioniert ein Barcode?

Über die gedruckten Striche eines Strichcodes werden Daten codiert. Diese Daten können dann mithilfe eines Barcodelesegerätes wieder decodiert und für den Bediener lesbar dargestellt werden. So etwa in einem Supermarkt. Der Artikel, der in das Sortiment aufgenommen wird, wird über die EAN-Nummer in das System eingepflegt, das wiederum mit den Kassen verbunden ist. Wird die Pflege kontinuierlich mit jeder Lieferung aufrecht erhalten, vereinfacht die EAN-Nummer auch die Organisation eines Lagers. Der tatsächliche Bestand kann dann bei Lieferung in das System eingepflegt werden. Der Artikel steht in den Regalen der Händler und kann vom Kunden gekauft werden. Erreicht ein Artikel die Kasse und wird über das Barcodelesegerät (Scanner) gezogen, so geht die Information auch in das System zur Lagerverwaltung und die verkaufte Menge wird automatisch vom Bestand abgezogen. Außerdem ist auch der Preis über die Striche codiert. Doch nicht nur das ist möglich. Über den Strichcode kann man beispielsweise auch ein Produkt seinem Hersteller zuordnen.

Welche Arten von Barcodes gibt es?

UPC: der Universal Product Code. Eingeführt 1973 wurde erstmals 1974 ein Produkt – eine Packung Kaugummis – mit dem UPC-Code verkauft. Der Code ist der Vorgänger der moderneren Barcodes, ist aber auch heute noch in Gebrauch. Es gibt fünf unterschiedliche Varianten des UPC-Codes (UPC A-E), von denen aber nur zwei (UPC A und UPC E) weit verbreitet sind.
EAN: die European Article Number. 1976 wurde die europäische Variante eingeführt. In einem deutschen Unternehmen kam sie erstmalig 1977 zum Einsatz. Den EAN-Code gibt es in einer 8-stelligen und einer 13-stelligen Form. Mittlerweile wird sie nicht mehr nur in Europa eingesetzt, sondern ist eine weltweit eindeutige Produktkennzeichnung. Weil aus diesem Grund die alte Bezeichnung nicht mehr passte, wurde der Barcode 2009 umbenannt in GTIN (Abkürzung für Global Trade Item Number).

IAN: das International Article Numbering. Die IAN ist identisch mit der EAN, auch deren Inhalte sind gleich.
JAN: das Japanese Article Numbering. Die JAN ist genauso wie die IAN identisch mit der EAN.

Seit fast 40 Jahren sind Strichcodes bereits Teil des Handels. Angefangen hat diese Erfolgsgeschichte mit der Entwicklung der UPC. Alle weiteren Strichcodes sind lediglich Abwandlungen und Weiterentwicklungen. Auch die ISBN (Abkürzung für International Standard Book Number) gehört zu den Strichcodes, die sich daraus entwickelt haben. Im Prinzip ist auch sie nur eine Abwandlung der EAN.

Foto: mihi – Fotolia.de

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